Wohlwollen

Ohne Wohlwollen geht im Zwischenmenschlichen wenig. Das Wohlwollen entscheidet darüber in welche Richtung sich unser Begegnungen und Beziehungen entwickeln.  Wohlwollen ist eine Gestaltungsfrage: Was kann ich zu einem erfolgreichen Umgang beitrage? Wer wohlwollend denkt, macht mehr möglich. Wer Menschen gewinnt, für den zählt nicht, was ist. Sondern wie es gelingt. Angenehme Menschen wissen:  Der Umgang mit Menschen findet größtenteils in unserem eigenen Kopf.

Wohlwollen lässt Möglichkeiten wachsen

Unsere Gedanken sind frei und wir so frei Ihnen die gewünschte Richtung zu geben: zu unserem eigenen Wohl und dem unserer Mitmenschen. Wir können entscheiden, wie wir miteinander umgehen wollen. In jeder Sekunde, bei jeder Begegnung. Ob der andere ein Vollidiot oder ein Träumer ist. Ob die andere unfassbar arrogant oder spürbar unsicher ist. Ob wir in die Luft gehen wollen oder lieber tief durchatmen. Wir können machen, was wir wollen. Daran kann uns keiner hindern, kein sozialer Druck, nicht unsere durchgedrehten Affekte und schon gar nicht die vermeintliche Realität. Mit ISSO! kommen wir nicht weit im ICH-MENSCH-DU-MENSCH–SPIEL. Malen wir uns lieber die Welt, so dass sie uns gefällt.

Wohlwollen an der Supermarktkasse

Wie gut sich Wohlwollen anfühlt und wie förderlich es für die gute Laune ist, das habe ich von einer Kassiererin bei der Drogeriemarktkette DM gelernt. Sie ist meine Mentorin. Meine Meisterin Yoda. Ich stehe an der Kasse. Vor mir ein Mann mit Vollbart. Die Kassiererin begrüßt ihn freundlich: „Guten Tag.“  Der Vollbärtige antwortet nicht. Die Kassiererin scannt seine Einkäufe ein: „Das macht € 15,58, bitte.“  Der stumme Mann mit Bart gibt ihr wortlos € 20. Die Kassiererin sagt: „Danke“  und gibt ihm sein Wechselgeld. Er nimmt das Geld stumm entgegen. Die Kassiererin bleibt ihrer freundlichen Linie treu: „Auf Wiedersehen und einen schönen Tag noch.“  Der Unfreundliche bleibt seiner Linie treu und zieht schweigend seiner Wege. Da dreht sich die Kassiererin zu mir und sagt freundlich: „Guten Tag.“ Dann ganz unaufgeregt. „Wahrscheinlich hat er mich nicht gehört.“ 

Das hat mir gefallen: Pipi Langstrumpf in meinem Supermarkt. Malt sich die Welt so, dass sie uns gefällt.