110 Regeln Washington

110 Regeln des Anstands von George Washington

Mit diesen 110 Regeln kann man aus jedem ein halbwegs zivilisierter Mensch werden, so wirbt der DTV auf der Rückseite der Neuerscheinung von George Washingtons Fibel „110 Regeln des Anstands und des gegenseitigen Respekts in Gesellschaft und im Gespräch“

Amerika wird höflich

George Washington prägte als erster Präsident die amerikanische Demokratie. So lesen wir auf dem Klappentext des Buches. Er war erst dreizehn, als er die hier versammelten Benimmregeln zu Papier brachte. Ein echtes Fundstück, das Rat für alle Lebenslagen gibt: ob im Gespräch oder bei Tisch, bei offiziellen Anlässen oder unter Freunden. Höflichkeit kommt nie aus der Mode. So lesen wir weiter. 

Knigge schreibt das Vorwort

Als der DTV mich bat, das Vorwort zu schreiben, habe ich mich sehr gefreut und sofort zugesagt. Ich selbst war auf George Washington bereits vor einigen Jahren in dem ebenfalls im DTV-Verlag erschienenen Buch „Die Kunst des Gesprächs“ gestossen. Und war überrascht davon, dass der erste Präsident der Vereinigten Staaten 110 Regeln zur guten Kinderstube verfasst hatte. Auch wenn Donald Trump einiges zuzutrauen ist, ein Buch über gute Manieren dürfen wir vom 45. amerikanischen Präsidenten eher nicht erwarten. Aber wir werden sehen. 

Auf den Punkt

13 Jahre alt war George Washington als er  – auf Basis einer Regelsammlung französischer Jesuiten  – seine „110 Regeln des Anstandes und gegenseitigen Respekts in Gesellschaft und im Gespräch“ niederschrieb. Gedanken zur guten Kinderstube aus der Kinderstube sozusagen. Ein Büchlein für jedes Alter und Zeitalter. Zeitlos und dadurch modern. Weil Höflichkeit eben nie aus der Mode kommt. Das Geschwätzigste an Washingtons Buch ist der etwas umständliche Titel. In seinen Aphorismen ist er um so präziser, was auch an der sehr gelungenen Übersetzung von Lutz-W. Wolff liegt. 

Ehre wem Ehre gebührt

…und man kann wahrlich sagen, dass die Natur und das Schicksal nie trefflicher zusammenwirkten, um einen großen Mann hervorzubringen.

So urteilte Thomas Jefferson über George Washington. Und macht damit deutlich, dass Washington nicht nur gut darin war Anstandsregeln zu verfassen sondern auch den Anstand hatte, sich daran zu halten. Eine Kunst, der es nachzueifern gilt, will man dem guten Benehmen zum Durchbruch verhelfen. 

Nicht quake, make!

Nicht reden sondern selber machen. Das hilft fast immer im Umgang mit Menschen. Und wenn mich einer nach meiner Lieblingsregel von George Washington fragte, dann würde ich antworten: Anstandsregel 82! 

Versprich nicht, was Du nicht halten kannst, sondern achte darauf, dass Du Deine Versprechen auch wahr machst.

Selber machen statt von anderen zu erwarten. Lieber kleinere Brötchen backen, die schmecken als turmhohe Sahnetorten, die hinterher im eigenen Gesicht landen. 

Was es sonst von Washington zu erfahren gibt und wie sich mein Vorwort liest, das könnt Ihr nun selbst nachlesen, wenn Ihr mögt: 

George Washington, „110 Regeln des Anstandes und gegenseitigen Respekts in Gesellschaft und im Gespräch“, DTV 2018

 

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