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Was können wir von Adolph Freiherr Knigge für unser nächstes Bewerbungsgespräch lernen? Eine ganze Menge sagt Moritz Freiherr Knigge und listet dafür einige seiner Lieblingszitate von Adolph Freiherr Knigge auf.

1. Interessiere Dich für andere.

Wir mögen es, wenn andere sich für uns interessieren. Und was für Menschen gilt, gilt auch für Unternehmen. Wer sich bewirbt, der sollte über seinen potenziellen Arbeitgeber im Vorfeld einiges in Erfahrung bringen. copy & paste hat schon manche schriftliche Bewerbung in der Ablage P verschwinden lassen, weil vergessen wurde die Adresse im Briefkopf auszutauschen. Eine klare Sprache ist im tatsächlichen Bewerbungsgespräch hilfreich: Natürlich macht Coca Cola irgendwas mit Limonade und Daimler baut zwar so was Ähnliches wie VW, aber auch nur so ähnlich. 

2. Sei kunstvoll, aber natürlich.

Klar, präzise und interessiert ist prima. Überlegen, übereifrig und dressiert weniger. Überlassen wir den Robotern, was der Roboter ist. Zu perfekt ist weder gut noch schön. Alle fühlen sich ein wenig unwohl im Raum. Die HR-Abteilung inklusive, wenn die Perfektion die Rede schwingt. Woran das liegt? Weil das Menschliche fehlt. 

Die kleine persönliche Anekdote, die mehr sagt als die runtergeratterte Unternehmensbroschüre, das charmante Eingeständnis, dass man nicht sein Leben davon geträumt hat hier zu arbeiten, sondern in einer Boy-Band singen wollte oder die erste Bundespräsidentin werden wollte. Jeder Entschluss für einen neuen Arbeitgeber sollte eine Vorgeschichte in der eigenen Biographie und nicht in der Erfolgsgeschichte des Unternehmens haben. 

3. Kleide Dich nicht über und nicht über Deinem Stand.

Adolph Freiherr Knigge war Zeit seines Lebens ein Kritiker der Ständegesellschaft. Und als Verfechter der französischen Revolution hat er seine Hoffnung auf die aufstrebende Klasse  seiner Zeit gesetzt: Das Bürgertum. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Auch wenn dessen Ideale in der Wirklichkeit an Glanz verlieren, so leben sie doch fort. Gott oder der Vernunft sei Dank. 

Stände hin, Stände her, noch heute gibt es Kleidung, die im Rahmen bleibt und aus selbigem fallen kann. Offen zur Schau getragene Tattoos haben es in Banken und Versicherungen noch immer schwer, Krawatten findet man in Internetagenturen eher selten. Zerissene Jeans in New York öfter als bei der goldenen Hochzeit von Opa und Oma. Sei nicht over- und nich underdressed, rät uns Knigge. Und finde raus, was das heisst, wenn Du Dich in der Kanzlei und Dich in der Szene-Kneipe vorstellst. 

4. Lerne Widerspruch zu ertragen. 

In vielen Bewerbungsgesprächen wird bewusst Druck erzeugt. Ganz bewusst, wer mit Druck umgehen kann, der pflegt einen geübten Umgang mit den eigenen Emotionen. Eine Übung, die auch im späteren Berufsleben von entscheidender Bedeutung sein wird. In anstregenden Meetings, in Verhandlungen, mit ungeliebten Kollegen und cholerischen Vorgesetzten. Mit Kunden, die sich nicht wie Könige verhalten, aber Umsatz bringen. Mit Lieferanten, die alles tun nur nicht liefern. 

Wer auch in ungewohnten und überraschenden Momenten kühlen Kopf bewahrt und mit Widerspruch und Widersprüchen umzugehen versteht, der darf gerne wiederkommen. 

to be continued…

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