Knigge Geschenk
Geschenke sollen Spaß machen.

Manchmal muss man das sogar: ein Geschenk ablehnen. In der Weihnachtszeit werden 170.000 Postboten im vereinigten britischen Königreich zu Weihnachtsfrauen und -männern. Doch die Festsaison ist längst kein Grund mehr zum Feiern für die Überbringer guter Gaben. »Wir stehen am Beginn der Festsaison«, mahnt das Intranet der Royal Mail die Belegschaft.

Ich mache Ihnen ein Angebot, dass Sie ablehnen sollten.

»Wer Geschenke akzeptiert, sollte vorsichtig sein, um nicht mit dem Antikorruptionsgesetz in Konflikt zu geraten.« Der Knecht Ruprecht, der sich zu viel zustecken lässt, dem droht die  Rute des Gesetzes.

Geschenk ablehnen erlaubt?

Was im Geschäftsleben Compliance-Regeln regeln, ordnet im privaten bis auf weiteres  der gesunde Menschenverstand. Wen das Bauchgefühl plagt, ein Geschenk könnte teuer werden, der sollte auch geschenkten Gäulen ins Maul schauen. Wer also vermutet, seinem Geschenk wohne die unverhohlene Aufforderung zu Gegenleistungen inne, der darf ganz freundlich sagen: »Nein, Danke.« Wer aber aus niedrigen Beweggründen – wie eigenen Geschmacksurteilen anderen Geschmacklosigkeit unterstellt, der lehnt sich zu weit aus dem Fenster. Ein Geschenk ist freiwillig. Diesem freien Willen sollte wir mit der Freiheit begegnen, auch die 7. Spaghettigabel in unserer Grabbelkiste willkommen zu heißen.

Weitere Informationen

Geschenk Knigge
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Knigge über Gespräche: »Die gesellige Unterhaltung«
https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_Freiherr_Knigge

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