Vorsicht Fettnapfgefahr! Wie peinlich. Der Kopf wird rot. Schweiss auf der Stirn. Kein Loch zum Verschwinden in Sicht. Mittendrin im Fettnäpfchen. Was können wir tun, um uns nicht zu blamieren und anderen aus Verlegenheit zu helfen? Die folgenden Tipps haben mir schon des öfteren aus der Klemme geholfen!

1. Sich zu helfen wissen

Schauen Sie mal der Mann da vorn im Eingangsbereich. Ja, genau der, der gerade so zögerlich die Frau begrüßt. So wie der seine Stirn in Falten legt, ist ihm bestimmt gerade ihr Name entfallen, obwohl die beiden sich schon einmal begegnet sind.

Gar nicht dumm! Haben Sie gehört, was der gerade gesagt hat? „Schön, Sie wiederzusehen! Beim nächsten Mal geben Sie einen aus. Das ist ja bereits das dritte Mal innerhalb eines Monats. Erst auf der Messe, dann in der Galerie und nun hier. Ich heiße im Übrigen immer noch Finkelmeier.“ „Freut mich, ich immer noch Sommer.“

2. Abgucken

Sehen Sie den großen Tisch dahinten am Fenster? Ganz rechts die beiden Frauen. Haben Sie das Gesicht gesehen, als die gerade ihren Hummer serviert bekommen haben? Ich kann Ihnen sagen, der Adrenalinspiegel steigt. Die wissen nicht, wie sie dem armen Tier zu Leibe rücken sollen, wetten?

Was macht die eine denn jetzt? Die beugt sich zu ihrem Nebenmann und fragt ihn, ob er ihr behilflich sein kann. Der zuckt aber auch nur schmunzelnd mit den Schultern. Jetzt sind sie bereits zu dritt. Aber da kommt ja schon der Ober: „Selbstverständlich zeige ich Ihnen, wie Sie an Ihr Abendessen kommen!“

3. Anderen aus der Patsche helfen

Jetzt sind der Serviererin die ganzen leeren Gläser runtergefallen. Mitten im Raum. Na, für Publikum ist ja gesorgt.

Nett, dass sich einer der Herren von der Bar bequemt, ihr mit den Worten „Scherben bringen ja bekanntlich Glück“, seine Hilfe anzubieten. Natürlich ist das kein origineller Spruch, aber immerhin sitzt das Mädchen nicht so völlig einsam in ihrem Fettnäpfchen!

4. Sensible Themen vermeiden

Die Frau am hinteren Tisch scheint Stuttgart ja nicht besonders zu mögen. Merkwürdiger Einstieg in ein Gespräch, einer Landeshauptstadt direkt ihren Stadtstatus abzusprechen.

Die haben sich doch gerade erst kennengelernt, oder habe ich das falsch beobachtet? Oh nein, haben Sie das gehört? Die Gesprächspartnerin der Frau kommt aus Stuttgart. Wie peinlich!

Was ist denn der jungen Frau über die Leber gelaufen, die gerade so fluchtartig das Restaurant verlassen hat? Sie haben es gehört? Ja, dann mal raus damit!

„Sie hat Ihre Bekannte gefragt, wann sie und ihr Mann denn gedenken, Kinder zu bekommen.“ Heikle Frage. Was hat sie geantwortet? Ist nicht Ihr Ernst! „Bernd ist unfruchtbar, aber vielleicht machen wir es ja wie Madonna!“ Sehr unangenehm!

5. Fragen

Vielleicht können wir uns ja in Zukunft noch weiter herauswagen, man lernt so einiges, wenn man seine Umgebung genau beobachtet, was meinen Sie? Sie hätten da gleich eine Frage? Bitte!

Sie wollten schon immer wissen, wie Sie mich eigentlich richtig ansprechen? Ach, wissen Sie, solange Knigge in der Anrede vorkommt, fühle mich angesprochen.

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