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Manieren | Der Knigge für gute Gastgeber Gastgeber

Der Knigge für gute Gastgeber

Herzlich Willkommen! Was macht eigentlich perfekte Gastgeber aus?

„Kein Gast und kein Fisch halten sich länger als drei Tage im Hause“. So Adolph Freiherr Knigge in seinem berühmtesten Buch „Über den Umgang mit Menschen“. Doch auf was gilt es zu achten, damit es überhaupt drei schöne Tage werden? Zehn Verhaltensempfehlungen für Menschen, die gerne Gäste haben. Gelernt von den besten Gastgebern, die ich kenne.

Sei ein guter Botschafter

Von meiner georgischen Freundin Maka stammt der schöne Satz: Unsere Großzügigkeit als Gastgeber ist nicht nur Visitenkarte unserer selbst sondern auch die unseres Landes. Jeder ausländische Gast wird in seiner Heimat freudig erzählen, wie er heimisch er sich bei uns fühlte.

Der gute Gastgeber zeigt sich im Umgang mit dem Ungebetenen

„Wen habt ihr denn da mitgebracht?“ fragte meine Mutter zum gemeinsamen Frühstück einfanden. Komisch. Diesmal hatte keiner einen Übernachtungsgast mitgebracht. Wer aber lag dann friedlich schlummernd in unserem Gästezimmer? Ein Landstreicher, wie sich herausstellte, jemand, der letzte Nacht das seltene Glück gehabt hatte, ein unverschlossenes Haus mit einem unbenutzten Gästezimmer zu finden.

Decke einen Teller mehr

Ich hatte das Glück in einem offenen Haus groß zu werden. Jeder war willkommen. Und so wurde bei uns zu Hause zur Mittagszeit immer ein Teller mehr gedeckt. „Wer weiß, wer noch kommt, Moritz“ hat meine Mutter immer gesagt. Und es kamen reichlich spannende Menschen.

Mische Deine Gäste wild durcheinander

Das habe ich von einer guten Freundin Katja: „Weißt Du, was ich schrecklich finde? Wenn es bei einem gesetzten Essen keine Tischordnung gibt und Ehepaare zusammensitzen . Man hat sich auf der Hinfahrt schon nichts zu erzählen und aus der Rückfahrt immer noch nichts.“

Mach’ Dich nicht verrückt

Es ist Deinen Gästen zuzumuten Spülmaschinen einzuräumen, den Nachtisch zu verteilen und Wein nachzuschenken.

Bereite anderen die Bühne

Nur wer im Hintergrund bleibt, bleibt als guter Gastgeber in Erinnerung. Wenn ich mich schlafen legen kann, ohne dass es jemand merkt, habe ich alles richtig gemacht.

Wer in der Küche steht, kann nicht am Tisch sitzen

Gute Gastgeber stellen Gemeinschaft her und nicht ihr kulinarisches Können zur Schau.

Erzähle und höre zu

Und lerne zu unterscheiden, was wann gefragt ist.

Geh’ ins Bett

Die besten Gastgeber sind die, die schon im Bett sind, wenn die letze Rest vom Schützenfest sich für den Wahnsinnsabend bedanken will.

Ein Sprichwort aus dem Sudan lautet: Das Haus stirbt nicht, das einen Gast willkommen heißt. Möge auch Ihr Haus ewig leben. Als frisch ans Werk: Laden Sie ein, was das Zeug hält

Sie wollen mehr Miteinander?