Das ist eine tolle Idee.

Gute Frage, Moritz.« sagt mein alter Freund Tian aus Shanghai. »Den Beschenkten sage: Gut gemeint ist gut gemacht. Den Schenkenden aber sage: Gut gemacht ist gut gemeint. Es zählen Geschenk und Idee. Es gibt nur ein Geschenk, wenn beide sich einig sind.«

»Hä?«

»Na komm, Moritz. So schwer ist das nicht. Wer schenkt, der kommt nicht mit leeren Händen. Wer doch mit leeren Händen kommt, schweigt.

Wer beschenkt wird, kennt keine leeren Hände. Es gibt keinen Unterschied zwischen Geschenk und Idee, Moritz, außer irgendjemand macht ihn.«

»Das Gegenteil von gut machen ist also nicht »gut meinen«, wie wir Deutschen meinen?«

»Das Gegenteil von »gut machen« ist »schlecht machen«. Aber nicht durch Tun, sondern durch Sprache.«

Mmh. Aha. Wenn ich Tian richtig verstanden habe, gibt es also keine einfallslosen Geschenke, so lange das niemand sagt. Selbst saxofonspielende Porzellanhunde sind eine schöne Idee und schönes Geschenk. Solange niemand die geschmacklose Scheußlichkeit besitzt, sie als Kitsch abzutun. Danke Tian, für dieses Geschenk!

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