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Gute Reise – 8 Tipps fürs gute Miteinander

Ich reise gerne. Weil das Reisen ungemein hilft eine andere Perspektive auf das Leben zu gewinnen. Auf das der anderen und das eigene. Weil der Blick über den eigenen Tellerrand Appetit auf Neues macht. Weil er unsere eigene Marotten zum Vorschein bringt und die Marotten der anderen als echte Alternativen sichtbar macht. Die folgenden Einsichten und Erfahrungen helfen echte Begegnungen mit echten Menschen gelingen zu lassen. 

Mein Städte-Knigge 

1. In London nicht das „Excuse me“ vergessen, wenn Sie angerempelt werden. Die Briten wissen, dass zu einem Zusammenstoß immer zwei gehören.
2. In Buenos Aires keine Umarmung verweigern. Südamerikaner berühren sich oft und gerne. Wir Deutschen übrigens auch immer mehr – wie schön.
3. In Istanbul nicht um jeden Preis feilschen. Auf dem Basar gerne. Seltsam wird’s, wenn Sie am Kiosk Ihr Eis für die Hälfte haben wollen.
4. Ob Jerusalem, Mekka oder Rom: Nicht zu viel Haut in den Häusern Gottes zeigen. Viele Gläubige fühlen sich davon verletzt. 
5. In Düsseldorf kein Kölsch bestellen. Denn beide Städte pflegen eine Hassliebe. Außerdem hört der Kellner – gennant Köbes – Ihren Gag gefühlte 250 Mal am Abend.
6. In Madrid die Zeche zusammen zahlen. Der Spanier weiß: Aufrechnen zerstört das Wir-Gefühl. Aber Sie hatten doch überhaupt garkeine Vorspeise? Selber schuld, die war köstlich!
7. In New York an einer roten Ampel stehen bleiben. Hier steht nichts und niemand niemals still.
8. In Paris nicht vor dem Dessert über Geschäfte sprechen. In Frankreich ist das Essen heilig. Von profanen Dingen spricht man, wenn man weiß, ob man mit seinem Gast überhaupt Geschäfte machen will.

 

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