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Kinder mit Smartphone im Restaurant

„Unser sieben Jahre alter Sohn darf selbst in gehobenen Restaurants mit unserem Smartphone spielen. Ein mehrstündiger Restaurantaufenthalt ist für ihn sonst stinklangweilig. Selbstverständlich nicht während des Essens sondern nur in den Wartezeiten zwischen den Gängen. Freunde und Bekannte kritisieren mein Verhalten, sind aber die ersten, die am Tisch zum Smartphone greifen. Was meinen Sie, Herr Knigge?“

Papa! Laaaaaangweiiiiilig!!

Ich freue mich, dass gute Häuser sich um Nachwuchs nicht zu sorgen brauchen, solange es Söhne und Töchter wie Ihre gibt. Das frühe Vögelchen fängt die White Tiger Prawn mit und ohne Fortnite. Lecker. Feinschmecker nehmen sich Zeit und das ist gut. Wer heute Geduld, Geschmackssinn und Gemeinsinn übt, wird morgen ein Gast von Format. Nicht nur im Sterne-Restaurant.

Ein Hoch auf den Kophörer

Zwei Stunden im Spitzenrestaurant sind aber für Sechsjährige auch eine Herausforderung. Ist alles mit großen Augen erkundet, erscheint Prinzessin Langeweile im Saal. Und zerfetzt mit ihrem Zepter schnell und akribisch alle Geduldfäden in Reichweite. Unboxen Mom & Dad Entertainment jetzt 1 Smartphone, kehrt zumindest bis auf weiteres Ruhe ein. Und zwar bevor die Dame nebenan die Augenbraue hochziehen oder Ihr Begleiter sich räuspern kann. Zumindest, wenn das Handy lautlos ist. Sonst kommt Musik in das Verhältnis zu den Tischnachbarn. Kinder mit Smartphone im Restaurant? Von mir aus. Aber mit Kopfhörern. 

Erwachsene mögen es nicht, wenn niemand schimpft

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt. Gut so. Was Kinder wohl denken? Ich werde beim nächsten Essen meine Nichte fragen. Bis dahin denkt Klein Knigge einmal laut, etwa so: „Ich spiele gerne Handy. Das mögen Erwachsene aber nicht. Meist schimpfen sie, ich solle es weglegen. Erwachsene spielen auch gerne Handy. Legen es aber nicht weg. Vielleicht, weil niemand schimpft. Bin ich still und spiele, schimpfen sie auf das Handy. Erwachsene mögen es scheinbar nicht, wenn niemand schimpft. Anders kann ich mir das nicht erklären.“ Aber erklären Sie das mal den Tischnachbarn.

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