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Startseite » Live » Knigge Live in der grünen Zitadelle Hundertwasserhaus Magdeburg

Knigge Live in der grünen Zitadelle

Die „grüne Zitadelle“ in Magdeburg wurde 2005 nach 2-jähriger Bauzeit fertiggestellt. Sie ist das letzte Projekt des österreichischen Architekten Friedensreich Hundertwasser. Mensch und Natur, das war Hundertwassers großes Thema. Wider die Geometrisierung des Menschen. Für den Einklang von Natur und Mensch. Weil das Haus die dritte Haut des Menschen sei. Nach der tatsächlichen Haut und 2. Haut, unserer Kleidung. Auch ein Theater umfasst das geschwungene rosafarbene Gebäude, aus und auf dem Bäume wachsen und in dem Menschen leben und arbeiten. Oder das Theater besuchen. 

Die Kunst vom Umgang mit Menschen

Heute Abend zu Gast: Moritz Freiherr Knigge mit seinem Bühnenprogramm „Who the fuck is Knigge“. Was sich boshafter anhört als es tatsächlich ist. Denn eigentlich geht es Moritz Knigge in erster Linie darum für ein angenehmes Miteinander zu werden und sein Publikum dazu ermutigen das bessere Miteinander selbst in die Hand zu nehmen, weil man auf andere lange warten kann. 

Moritz Knigge knipst den Heiligenschein aus

Die Menschen wüssten ganz genau, was man zu tun und zu lassen  hat, besonders, was die anderen so zu tun und zu lassen haben! Davon ist Moritz Knigge fest überzeugt. Wenn man in dieser Welt überhaupt etwas ändern könne, dann sich selbst. Wer schon einmal in einer Beziehung gelebt habe oder es immer noch tut, der wisse ganz genau, wie unmöglich es sei, andere Menschen zu ändern. Das Publikum weiss von dieser Unmöglichkeit, das macht das Lachen im Saal deutlich.

Knigge: auch nur ein Mensch

Wer an diesem Abend in Magdeburg erhobene Zeigefinger erwartete, der wurde enttäuscht. Auch Schenkelklopfer sucht man in Knigges Programm vergeblich. Stattdessen begegnet einem einer, dem das gute Miteinander tatsächlich am Herzen liegt. Ein echter Knigge, der sich nicht scheut die eigenen Marotten und Fettnäpfchen zu thematisieren. Der nicht mit Steinen wirft, weil auch er  – wie alle anderen – im Glashaus sitzt. Der gnädig mit anderen ist, weil er weiß, wie sehr jeder von uns auf das Wohlwollen seiner Mitmenschen angewiesen ist. Das hat das Publikum gespürt. Es war eine gute Verbindung an diesem Abend! Mehr will einer, dem das gute Miteinander am Herzen liegt ja auch gar nicht erreichen. 

‚Libre Franklin‘