Ellbogen sind out! So lesen wir am 27. Januar 2018 in der Berliner Morgenpost. Die Sozialkompetenten übernehmen das Ruder. Endlich. Egos raus. Soziale Kompetenz rein!  Wer auch an andere denkt, macht Karriere. Wer nur an sich denkt, der droht von der Karriereleiter zu purzeln! Fachliche Kompetenzen sind notwendige Bedingungen des beruflichen Erfolgs, weiche Faktoren die hinreichenden. Die Rüpel können zu Hause bleiben, die Softskiller rennen offene Türen ein.

Softskills rule – Nur die Weichen kommen in den Garten

„Soft Skills sind wichtig, weil die uns mit anderen verbinden“, so Jürgen Hesse, Bewerbungs- und Karriereberater. „Wer Karriere machen möchte, muss soziale Kompetenzen zeigen.“  Die weichen Faktoren gewinnen gegenüber den Harten an Bedeutung. Wunderbar, schön schön, denke ich. Mehr Erfolg mit Menschen ist super. Das ist beste Knigge-DNA. Doch was sind eigentlich soziale Kompetenzen? Was können die Softskiller, was die entscheidungsstarken und analytischen Hard-Skiller nicht können? Das bleibt auch in der Mopo ein wenig vage. Und ein wenig deterministisch Herr Hesse, wenn ich das sagen darf:  „Fachkompetenz ist erlernbar, soziale Kompetenz muss man haben.“ 

Soziale Kompetenz kann man einüben

Das wäre ja doof, wenn die einen (Softskiller) was haben, was die anderen (Hardskiller) nicht erlernen können. Wäre das so, wäre es kein Wunder, dass die Hardskiller sich so vehement mit ihren Ellbogen gegen die Softskiller zur Wehr setzen. Stimmt aber nicht, glaube ich: Jeder Mensch kann sich entwickeln, wenn er sich entfalten will. Gut, manchmal mit recht unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Und wie immer im Leben gilt: Üben, Üben, Üben.

Wie dem auch sein. Was können denn diese Softskiller, was andere noch lernen müssen? Was gefällt uns an denen, die ein Händchen für Menschen haben? Wem schreiben wir soziale Kompetenzen zu? 10 Anregungen für Weichlinge und Menschenfänger.

  1. Softskiller haben eine gute Kinderstube von innen gesehen,
  2. können zuhören,
  3. und unterbrechen geschmeidig, wenn sich jemand gerne selbst reden hört.
  4. Ihnen wird gerne zugehört, weil sie
  5. verstehen, was andere sagen wollen und sich selbst verständlich machen können.
  6. Sie wissen, wie man kritisiert und lassen sich kritisieren.
  7. Gehen gerne mit den unterschiedlichsten Menschen um,
  8. denen sie lieber Fragen stellen statt auf alles eine schlaue Antwort zu haben.
  9. Sie haben haben Humor ohne über andere lachen zu müssen
  10. und können sich gut an Namen, Gesichter und Gespräche erinnern.

Warnhinweis: Für Eure Karrieresprünge übernehme ich übrigens keine Haftung. Das könnt Ihr kniggen.


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