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Manieren | Tischsitten Tischsitten

Tischsitten

Tischsitten sind weltweit ein wichtiger Teil für den erfolgreichen Umgang mit Menschen. Hier treffen sich die Menschen. Reden, Trinken und Essen gemeinsam. Freuen sich wie Bolle und streiten sich wie die Kesselflicker, schliessen Freundschaft und machen Geschäfte. Zwischen Aperitif und Digestif pocht das pralle Leben. Damit die Freude im Umgang überwiegt, habe ich meinem Tischsitten-Knigge, die wichtigsten Regeln zum Umgang mit Messer, Gabel und Menschen zusammengefasst.

Wie wir uns beim gemeinsamen Essen verhalten sollten

„Beim Mahl soll man heiter sein, nicht ausgelassen. Erst wenn man sich gewaschen hat, setzt man sich zum Essen hin. Selbstverständlich reinigt man vorher seine Fingernägel und kommt nicht als Schmutzfink.“ So lesen wir bei Erasmus von Rotterdam. Der große Humanist war weder der erste noch der letzte, der uns lehrte, uns bei Tisch zu benehmen. Bei Ambrosius von Mailand lesen wir: „Gar manchem dient auch die Gastlichkeit zur Empfehlung. Die allgemeine Tugend der Menschenfreundlichkeit verlangt nämlich, daß der Fremde nicht der gastlichen Herberge entrate; daß er zuvorkommend aufgenommen werde; daß ihm beim Kommen die Türe offen stehe.“ Der Tisch wird zum Sinnbild von Gastlichkeit und Menschenfreundlichkeit. Wie schön. Damit das auch so bleibt, habe ich Ihnen die wichtigsten Tischsitten zusammengestellt.

Tisch – Ort der Begegnung

Tischsitten beginnen mit dem Wort Tisch. Und mit diesem möchte auch ich meine Tischsitten beginnen. Der Tisch ist ein heiliger Ort, er erfordert besondere Sitten. Der Tisch in allen Zeiten und  in vielen Kulturen Sinnbild der Begegnung, der Suche nach Gemeinsamkeiten und des Friedens. Wenn aber das Tischtuch zerschnitten ist, dann ist keine Friedenspfeife in Sicht. Bis wir uns wieder an einen Tisch sitzen können, erst dann ist das Gröbste überstanden. Der Tisch ist das Herz des Zwischenmenschlichen. Hier spielt die Musik des Miteinanders. Hier wird geplaudert, gegessen, getrunken, gelacht, gestritten, sich versöhnt, Freundschaften geschlossen und Geschäfte gemacht.

1. Knigge für Gäste und Gastgeber

In Georgien gibt es ein schönes Sprichwort:“Der Gast kommt von Gott.“ Der Gast ist heilig und so ist das Gastmahl. Der Gastgeber hat die heilige Pflicht sein bestes zu geben, damit Gott mit am Tisch sitzen kann. Nicht der Mann mit dem weißen Rauschebart und der tiefen Stimme. Sondern den, den Egon Friedell so wunderbar beschrieb: „Inhalt und Zweck aller schöpferischen Tätigkeiten besteht in nichts anderem als dem Nachweis, dass das Gute, der Sinn, kurz: Gott in der Welt überall vorhanden ist.“ Und ich möchte behaupten, dass ein gelungenes Gastmahl die schöpferischste alle guten und sinnvollen Tätigkeiten ist. Weil Gott die Welt nicht draußen regiert sondern im Herzen der Menschen. Besonders bei denen, die sich in friedlicher Absicht um einen Tisch versammeln. Damit das Heilige sich auch an Eurem Tisch blicken lässt, habe ich einige Tipps für gute Gäste und gute Gastgeber aufgeschrieben: Viel Vergnügen mit meinem Gäste-Knigge und Gastgeber-Knigge.

2. Tischlein deck Dich

 „Nichts geht über ein weißes Tischtuch.“ Sagt Asfa-Wossen Asserate, Verfasser eines schönsten Bücher über die Manieren  in der Nachfolge Adolph Freiherr Knigges.  Ob das Tischtuch immer weiss sein muss oder ob es überhaupt eines braucht. Was auf einen Tisch gehört und was nicht. Und wie Eure Deko-Ideen Eure Gäste schon begeistern bevor Sie am Tisch sitzen, das erfahrt Ihr in Kürze hier: Knigge deckt den Tisch.

3. Was gibt’s den Leckeres?

Es muss nicht perfekt sein. Gut muss sein. Und das ist leichter als man denkt. Weil ich selbst gerne koche, habe ich meine Erfahrungen in einem kleine Knigge für Hobby-Köche und solche, die es werden wollen zusammengefasst. Ich wünsche Euch viel Spaß bei der Lektüre, aber noch viel mehr Freude beim Kochen. Für die Familie, Nachbarn und gute Freunde, mit denen man den ganzen Abend rund um einen Tisch sitzen kann. Essen, Trinken, Erzählen und Lachen. Was gibt’s Schöneres? Mehr dazu nun in meinem Koch-Knigge für Nicht-Sterne-Köche

4. Tischdamen & Tischherren

Der Gastgeber ist der DJ. Er sorgt dafür, dass sich die Gäste wohl fühlen. Weil, wenn sich die Gäste wohl fühlen, dann fühlt sich auch der Gastgeber wohl. Ein mächtiges Werkzeug über das der Gastgeber verfügt, ist eine gute Tischordnung. Damit sich ein Abend entwickelt, an dessen Ende sich alle einig sind, wie wunderbar er war.  Meine Tipps für Eure Tischordnung, bei der sich alle blendend unterhalten.

5. Sitzen & Aufstehen

„Könnt Ihr nicht mal 5 Minuten auf Eurem 4 Buchstaben sitzen bleiben?“ Wer Kind war, dürfte sich an diese Frage, die keiner Antwort bedurfte ebenso erinnern, wie die, die Kinder haben. Das Sitzen ist nicht nur natürlicher sondern auch kultureller Akt.  Er ist Ausdruck unseres Willen so lange sitzenzubleiben wie nötig und so bereitwillig aufzustehen, wenn es die Gegebenheiten erfordern.  Ob beim Sitzstreik, im Zen-Buddhismus oder am Tisch das Sitzenbleiben ist eine wichtige Kulturtechnik.  Das Pendant des Sitzens ist das Stehen. Dazwischen: das Aufstehen. Das Aufstehen ist für mich eine besondere höfliche Geste. Beim Aufstehen für den Anderen erkennen wir die Bereitschaft eines Menschen seine Trägheit zu überwinden. Wer es sich gerade bequem macht, wer gerade so schön auf der Couch lümmelt oder auf seinem Sitzplatz in der Strassenbahn fläzt, der bewegt sich nur ungern weg. Umso schöner, wenn wir es dennoch hinbekommen. Daher hier ein paar weiterführende Gedanken zum höflichen Aufstehen.

6. Hände auf den Tisch

Meine Oma hat immer zu mir gesagt: „Moritz, die kleine Einkerbung zwischen Handballen und und Unterarm die ist dafür, sie an der Tischkante einzuhaken. Damit die Hände auf dem Tisch bleiben. Wo sie hingehören. Nicht gefaltet oder einen Meter auseinander und erst recht nicht auf den Schoss wie die Amerikaner es zu tun pflegen. Wir schneiden ja auch unser Steak nicht in kleine Stückchen bevor wir es essen.“ Das habe ich mir gemerkt. Und noch einiges andere, was die Hände beim Essen so tun und lassen sollten. Zum Beispiel Brotkörbe weitereichen und aus Wasserflaschen einschenken bevor man sich selbst nimmt.  Zum Beispiel um den Salzstreuer oder die Pfeffermühle bitten, ohne über den Teller des Nachbarn hinüberzugreifen, zum Beispiel die Serviette vom Teller nehmen, um sie auf den Schoss zu legen und nicht mit den Fingern zu schnipsen, um das Servicepersonal zu rufen. Ob am Tisch oder anderswo, auch ohne Worte, mit unseren Händen können wir eine Menge zum guten Umgang mit Menschen beitragen. Packen wir des an. Viel Spaß mit meinem Hände-Knigge.

7. Getränke

Rot oder Weiss? Mit Sprudel oder ohne? Aus dem Fass oder aus der Flasche, mit Eis oder pur? Als Longdrink oder Straight? Bei welcher Temperatur? Geschüttelt oder gerührt? Gute Fragen und viele Antworten rund um die Flüssigkeiten dieser Welt. In meinem Getränke-Knigge.

8. Gläser

Der Kelch eines Zimmermanns oder der prunkvolle Goldpokal eines Königs? Weizen oder Wein? Shot oder Schwenker? 0,2 oder 1 Liter? Kristall oder Ikea? Die Welt der Gläser ist groß und durchsichtig. Von Hand gespült oder spülmaschinenfest, in meinem Gläser-Knigge gebe ich glasklare Empfehlungen.

9. Schwierige Speisen

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Und bei manchen Speisen ist der eine oder andere Hinweis wie man sich ihnen nähert vielleicht ganz hilfreich. Neben Klassiker der schwierigen Speisen möchte ich Euch auch die Bröckchen-Flöckchen-Regel nicht vorenthalten. Mehr erfahrt Ihr unter Schwierige Speisen.

10. Besteck

Schon mancher traute seiner Augen als er der Menge des Bestecks neben seinen Tellern liegen sah. So viel. Womit fange ich denn an? Es gilt das, was schon lange gilt: Von Außen nach Innen. Es gilt auch noch immer, was Adolph Freiherr Knigge 1788 in seinem Buch „Über den Umgang mit Menschen“ schrieb, dass man bei Tische den abgeleckten Löffel, womit man gegessen, nicht wieder vor sich hinlege“ Wie man Besteck hinlegt, wenn man Pause macht, wohin man es legt, wenn man fertig ist und welche Tischsitten sonst noch gelten, das erfahrt Ihr in meinem Besteck-Knigge.

11. Serviette

Die Serviette gehört auf den Schoss. Was Ihr sonst noch mit ihr anstellen könnt, das erfahrt Ihr in meinem Servietten-Knigge

12. Smalltalk

Ist immer gut, wenn man jemanden kennt, sagen die Rheinländer. Und wenn wir niemanden kennen, dann hilft hoffentlich mein Smalltalk-Knigge.

13. Tischgespräche

Am Tisch, das ist auch immer Konversation. Am besten gute! Wer geht nicht gerne nach dem Essen nach Hause und denkt sich: Heute habe ich mich richtig gut unterhalten! Erfahren Sie hier mehr über die Kunst des Gesprächs. 

14. Prost & Toast

Ich mag das Zuprosten. Und ich mag den Toast, den guten und liebevollen Trinkspruch. Eigentlich mag ich alles, wo Menschen sich begegnen. Cheers! Wer mehr über Prosten und Toasten erfahren will, dem empfehle ich ganz unbescheiden meinen Prost-und-Toast-Knigge.

15. Wie ich eine schöne Rede halte

Sie müssen eine Rede halten! Die einen fühlen sich wie ein Fisch im Wasser, den anderen stehen die Schweissperlen auf der Stirn. Willkommen Lampenfieber. In meinem Knigge für Redner gebe ich Tipps und Empfehlungen für Eure kleinen und große Auftritte.

16. Nicht mit vollem Mund sprechen

Eine meiner absoluten Lieblingsregeln. Ehrlich. Passiert mir nämlich selbst immer wieder. Doch selbst wenn einen das Gespräch mitreißt und man es kaum erwarten kann, mit seinen substanziellen Inhalten in die Diskussion einzugreifen oder Ihnen der Vorstandsvorsitzende die Karriere entscheidende Frage stellt, kauen Sie zu Ende, schlucken Sie Ihre Bissen hinunter! Nichts ist unappetitlicher, als dem Gegenüber seinen offenen Mund darzubieten und im schlimmsten Fall den einen oder anderen Speisebrocken auf die Reise zu schicken … But we don’t want to go there!

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