1788 erschien das Buch „Über den Umgang mit Menschen“ von Adolph Freiherr Knigge. Es war das erste Buch zum Umgang mit Menschen, dass sich bewusst an alle Menschen richtete und nich nur an die, die auf Schlössern und Burgen aufwuchsen. Mein Name ist Moritz Freiherr Knigge und ich komme aus der gleichen Familie wie Adolph Freiherr Knigge. Sein Buch hat mich früh fasziniert, weil ich seine Verhaltensempfehlungen stets als sehr zeitlos empfand. Was Menschen im Zwischenmenschlichen als angenehm oder unangenehm empfinden, daran hat sich seit dem 18. Jahrhundert nichts Grundsätzliches, aber doch einiges geändert. Beidem bin ich nachgegangen und versuche mit bestem Wissen und Gewissen dem Ansatz zu folgen, den auch der berühmte Knigge verfolgte: „Einige Resultate aus den Erfahrungen zu ziehen, die ich gesammelt habe im Umgang und in der Beobachtung von Menschen. Kein vollständiges System, aber Bruchstücke, vielleicht nicht zu verwerfende Materialien, Stoff zum weiteren Nachdenken.“

Die Kunst des Umgangs

Ich mag das Wort Geschmeidigkeit. Es beschreibt für mich sehr anschaulich, was es braucht im Umgang mit Menschen: Beweglichkeit und Balance. Agilität und Haltung. In Kopf und Herzen. Herzensbildung nennt Knigge diese Kunst an und trifft damit den Nagel auf den Kopf. Der Umgang mit Menschen gelingt  wenn wir unseren Kopf ein- ohne unser Herz auszuschalten. Herzensbildung im Sinne Knigges ist der Wille sein Denken und Handeln darauf auszurichten, dass der Umgang mit Menschen  gelingt.

Herzensbildung

Adolph Freiherr Knigge beschreibt die Kunst des Umgangs mit Menschen ganz zu Beginn seines Buches – in der Einleitung – auf diese Weise: „Die Kunst sich bemerkbar, geltend, geachtet zu machen, ohne beneidet zu werden; sich nach den Temperamenten, Einsichten und Neigungen der Menschen zu richten, ohne falsch zu sein; sich ungezwungen in den Ton jeder Gesellschaft stimmen zu können, ohne weder Eigentümlichkeiten des Charakters zu verlieren, noch sich zu niedriger Schmeichelei herabzulassen. Man erwerbe sich Studium der Menschen, eine gewisse Geschmeidigkeit, Geselligkeit, Nachgiebigkeit, Duldung, zu rechter Zeit Verleugnung, Gewalt über heftige Leidenschaften, Wachsamkeit aus sich selber und Heiterkeit des immer gleich gestimmten Gemüts und wir werden uns diese Kunst zu eigen machen.“

Wie wir besser miteinander klarkommen

Das Gesetz sagt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Der Alltag zeigt: leichter gesagt als getan. Was tun, wenn die Luft dünn wird, die Nerven blank liegen, das ICH regiert und das Abendland gerade mal wieder untergeht? Ich schlage vor: Mensch bleiben: selbstbestimmt und gemeinschaftsfähig. Und da anfangen, wo wir was bewegen können: bei uns selbst. Mit Erfolgsfaktor Wertschätzung habe ich die Einsichten und Erfahrungen von Adolph Freiherr Knigge mit meinen eigenen verbunden. Herausgekommen ist eine Sammlung von Ideen, Anregungen und Empfehlungen zum besseren Miteinander, die ich gerne teile. Keine Vollendung der Aufklärung, aber ein redlicher Versuch meinen bescheidenen Beitrag zu einer Kultur der Anstands beizutragen in der wir uns in Würde begegnen. Wir sind so frei.

Erfolgsfaktor Wertschätzung

„Es sind die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben Wert geben.“ schrieb Wilhelm von Humboldt.
„Bessere Beziehungen steigern den Umsatz bis zu 25%“ schreibt KPMG.
9 von 10 Menschen sagen: „Wir wünschen uns mehr Höflichkeit, Respekt und Wertschätzung. Von anderen.“
Ich sage: Wertschätzung geht nicht auf Kosten anderer sondern zugunsten aller.

 

13 Möglichkeiten für den erfolgreichen Umgang mit Menschen

 

Spiele das Ich-Mensch-Du-Mensch-Spiel


 

Nimm den Finger an die eigenen Nase


Geh mal wieder raus

 


Reiss Dich #zsmmn!


 

Hab‘ keine Angst


 

Glaube nicht alles, was Du über Dich denkst

 


Glaube nicht alles, was Du über andere denkst


 

Springe über Deinen Schatten

 


Rück‘ anderen nicht auf die Pelle

 


Laber nicht


 

Hör zu

 


Sei kein Troll


 

Erfinde, was das Zeug hält

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