Tischmanieren und Knigge sind eng miteinander verwoben. In Berlin und anderswo. Kein Festmahl ohne Knigge und umgekehrt. Kein Hotel, das etwas aus sich hält, in dem UMGANGSFORMEN nicht großgeschrieben würden. Folgerichtig freute sich Moritz Freiherr Knigge sehr als ihn den Bundesverband der DEHOGA für die Tagung des Verbandes als Keynote-Speaker anfragte. Sehr gerne nahm Moritz Knigge die Einladung nach Berlin an. Als Redner vielgereist, mit den Hotels in Deutschland aller Kategorien bestens vertraut und als Hobbykoch, der einmal in der Sternküche ein Praktikum absolvierte, ein echter Genießer.

Gute Umgangsformen, souveräner Auftritt

„Es gibt für mich nichts Schöneres als mit netten Menschen den ganzen Abend an einem reich gedeckten Tisch zu verbringen. Wo Menschen miteinander essen, trinken, reden und lachen, da lass‘ ich mich gerne nieder“ erzählt Moritz Freiherr Knigge zu Beginn seines Vortrages. „Ich liebe gutes Essen, guten Wein und die Gesellschaft von Menschen, die miteinander gute Gespräche führen. Und auch, wenn Eigenlob stinkt, so behaupte ich von mir: Ich bin ein guter Gastgeber.“ Dass Moritz Freiherr Knigge die Tischsitten beherrscht, dass wurde schnell deutlich als er über Regeln zur Serviette, die Bröckchen-Flöckchen-Regel oder die richtige Lage des Bestecks sprach. Dass es aber um noch um viel mehr geht, wenn alle am Tisch später von einem tollen Abend schwärmen sollen, das machte Knigge ebenso deutlich.

Von Messern, Kartoffeln und dem Umgang mit dem Servicepersonal

„Ich habe nichts gegen Etikette. Im Gegenteil, solange sie den gemeinsamen Umgang befördert, schätze ich Umgangsformen sehr. Wenn aber Etikette dazu dient den Umgang miteinander so steif wie möglich zu machen oder gar andere auszugrenzen, dann muss ich als ‚Knigge'“ einschreiten, sagt Moritz Freiherr Knigge mit breitem Lächeln und legt nach: „Mal unter uns: Wer ist denn hier der Knigge? Wer macht den hier die Regeln?“ Ob jemand seine Kartoffeln mit dem Messer schneidet oder nicht, das sei ihm ziemlich schnuppe, sagt Knigge, wie Menschen mit dem Servicepersonal umgehen hingegen nicht.

Behandeln Sie den Service als seien es Ihre Kinder

„Ich rate Menschen gerne: „Behandeln Sie das Servicepersonal so, wie Sie möchten, dass Ihre Kinder behandelt werden, wenn sie in der Gastronomie arbeiten würden.“ Treffer! Das sah auch Ingrid Hartges vom DEHOGA Bundesverband so, als sie später über den Vortrag von Moritz Knigge sagte: Wir sind uns sicher, dass jeder der Anwesenden wertvolle Tipps im Umgang mit seiner Umwelt mitgenommen hat. Von unseren Gästen haben wir ohne Ausnahme positives Feedback erhalten.“


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