Jürgen Schad ist Leiter des internationalen Geschäfts bei der Kreissparkasse Heilbronn. Digitalisierung und Globalisierung sind Themen, die jedes seriös geführte Unternehmen beschäftigen. Gerade die immer selbstverständlichere Internationalisierung der Geschäftsbeziehungen verlangt nach einem Knigge für den Umgang mit anderen Kulturen. Moritz Freiherr Knigge hat einen Vortrag bei der Kreissparkasse Heilbronn gehalten und Tipps gegeben, wie das Miteinander und die Geschäfte auch über kulturelle Grenzen besser gelingen können.

Knigge goes international – der interkulturelle Knigge

„Menschen sind einerseits sehr unterschiedlich, sich andererseits aber auch wahnsinnig ähnlich. Ich habe mich bei meinen interkulturellen Überlegungen und Untersuchungen zunächst auf die Dimensionen konzentriert, die sich universell als weitestgehend gleich annehmen lassen, um dann auf diesen Dimensionen die Unterschiede zwischen Kulturen zu untersuchen.“ Beschreibt Moritz Freiherr Knigge seine Annäherung an den interkulturellen Knigge. „So bin ich auf einige Dimensionen gestoßen auf denen sich Zwischenmenschliches gut beschreiben lässt und mit deren Hilfe sich Missverständnisse und Konflikte leicht zeigen und im besten Fall auflösen lassen. Irgendwie geht es immer um das Gleiche: Beispielsweise  um Nähe und Distanz, um Hierarchie um den Grad an direkter Kommunikation.“ Fährt Knigge fort.

Knigge-Tipps für den Umgang mit anderen Kulturen

Moritz Freiherr Knigge erzählt den gut 70 Mitarbeitern und Führungskräften der Kreissparkasse Heilbronn von einem spannenden sozialpsychologisches Experiment, um die unterschiedlichen Nähe- und Distanzzonen von Menschen unterschiedlicher Kulturen zu beschreiben: „Stellen Sie sich eine Cocktail-Party vor. Eingeladen Argentinier, Schweden und Italiener. Der Raum recht klein. Weil in allen Länder eine sehr unterschiedliche Vorstellung darüber besteht, welcher körperlicher Abstand als angenehm empfunden wird, endete das Experiment damit, dass die Argentinier die Schweden förmlich an die Wand geredet haben.“ Die Zuhörerinnen und Zuhörer erfahren, warum man keine chinesische Einladung zum Essen ausschlagen sollte, warum Engländer sich dauernd entschuldigen und Amerikaner mit einer Hand auf dem Schoß essen.

Gastgeber Jürgen Schad äußert sich später sehr zufrieden zu Referent Moritz Freiherr Knigge: „Knigge – da denkt doch jeder an Benimm und Regel, dass es aber letztendlich um Kommunikation und das in wertschätzender Weise geht, ist entwaffnend einleuchtend.“

Sie haben Interesse an meinem Vortrag, dann zögern Sie nicht mir Ihren Termin zu nennen. Ich freue mich auf Sie.

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