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360 Schüler lauschen Knigge in Konstanz

Die Elternbeiräte Konstanzer Schulen dachten sich: Knigge lernt man fürs Leben. Je früher desto besser. Und so freute sich Moritz Freiherr Knigge sehr als ihn die Einladung an den schönen Bodensee erreichte. „Ich habe mich sehr gefreut nach Konstanz zu kommen, weil ich gerne mit Menschen aller Altersgruppe über gutes Benehmen spreche. Und weil ich der festen Überzeugung bin, dass die jeweils jüngste Generation nicht die schlimmste ist, die es jemals gab, wie so viele die sich nicht mehr an ihre eigene Jugend erinnern können.“ Fährt Moritz Knigge mit einem schelmischen Lächeln fort. „Es sind nicht bestimmte Gruppen, die sich nicht benehmen können. Es liegt an jedem einzelnen zwischen 0-99, ob das Miteinander gelingt oder ein einziger Krampf ist. Und einer oder eine dieser Einzelnen sind wir.“

Knigge ist für alle da

In seinem Vortrag erzählt Moritz Freiherr Knigge den 360 Schülerinnen und Schülern in Konstanz wer Adolph Freiherr Knigge war. Dass er ein Buch für alle Menschen geschrieben hat und nicht nur für Königinnen und Fürsten. Dass er nicht streng sondern eher locker war und nur dann böse wurde, wenn sich Menschen für etwas Besseres hielten. Dass er Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen daran erinnerte, dass Aufmerksamkeit und Respekt das Leben für alle leichter macht. Die Schülerinnen und Schüler hörten gespannt zu. Weil es Knigge gelang eine gut verständliche Sprache zu treffen. Auch wenn man ihm in manchen Momenten anmerkte, dass er meist Vorträge für erwachsene Menschen hält, so waren seine Ausführungen das, was sich auch sein berühmter Vorfahre Adolph Freiherr Knigge für sein Buch „Über den Umgang mit Menschen“ wünschte: „Kein vollständiges System, aber doch hoffentlich Stoff zum weiteren Nachdenken.“ Und das für Menschen aller Altersklassen.

‚Libre Franklin‘

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