Mehr miteinander erreichen

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Pippi Langstrumpf – Wohlwollend konstruieren

Habt Ihr auch schon mal in KÖLN Karneval gefeiert? Ich schon oft. Meist in Köln-Porz . Da gibt es einen großen Veddelszoch. Mit Wagen, Kostümen, Kamelle und Jux und Dollerei. Da fährt auch der Kollege Guido Cantz mit. Der kommt nämlich aus Porz und Spaß versteht der ja auch. So ne richtige rheinische Frohnatur, der Guido. Und wissen se, wer auf dem Zooch mitgefahren ist? Ich. Als Karnevalsprinz. Echt. Wir erdverwachsenen Niedersachsen verstehen nämlich auch Spaß. Ehrlich.

Der durch französische Nachbarschaft polierte Rheinländer

Auch Adolph Freiherr Knigge hat sich über die rheinischen Frohnaturen geäussert. Ganz am Anfang seines berühmtesten Buches: Über den Umgang mit Menschen. Ein Buch für alle Menschen wollte er schreiben und stellte schnell fest, dass das gar nicht so einfach ist in Deutschland. Bei all den unterschiedlichen Mentalitäten. Und so lesen wir bei Knigge: die zuvorkommende Höflichkeit und Geschmeidigkeit des durch französische Nachbarschaft polierten Rheinländers würde man in manchen Städten von Niedersachsen für Zudringlichkeit, für Niederträchtigkeit halten! Man glaubt da, ein Mann, der so äusserst untertänig und nachgiebig ist, müsse gefährliche Absichten haben oder müsse falsch oder sehr arm und hilfsbedürftig sein, und oft ist dort ein wenig zu weit getriebene Höflichkeit hinlänglich, den Mann, der sich am Rheine dadurch allgemeine Liebe erwerben würde, an der Leine verächtlich zu machen. 

Die wohlwollende Konstruktion

Damit alle miteinander klarkommen, braucht es kein Ringen, darum wie es denn nun richtig wäre sondern wechselseitiges Wohlwollen. Wer auf vermeintlichen Realitäten beharrt, der neigt dazu die eigene Sicht auf die Welt zu verabsolutieren. Der wird die Rheinländer für oberflächliche Schaumschläger halten und die Niedersachsen für erderwachsene Sturköpfe, die  zum Lachen in den Keller gehen. Wer wohlwollend konstruiert, der lässt Möglichkeiten wachsen ohne Tunnelblick und Scheuklappen. Die wohlwollende Konstruktion lässt auch mal Fünf gerade sein, dreht anderen nicht aus allem einen Strick und ist auch mal so mutig, seinen Mitmenschen Gutes zu unterstellen. Erlernt habe ich die wertschätzende Konstruktion natürlich im Rheinland. Als Karnevalsprinz bei DM.

Pippi Langstrumpf in meinem Supermarkt

Als Prinz muss man sich ja ein bißchen rausputzen, Hütchen richten und für den richtigen Teint sorgen. Vornehme Blässe. Standesgemäß. Darum gehe ich immer vorher zu DM und besorge mir dieses weisse Wangenpuder.
Und wissen Sie, wer im Drogeriemarkt arbeitet? Pippi Langstrumpf. Kein Witz! An der Kasse. Ich stehe in der Schlange bin als nächster dran: Vor mir ein Mann verkleidet als „Schlechte-Laune-Bär“. Ich-Mensch-Du–Mensch Spiel, Fehlanzeige. Eher dieses andere: ICH–MENSCH–DU–LUFT–SPIEL: Kein Hallo, kein Danke, kein Bitte, kein Tschüss zu Pippi! Nix, nada, niente!
Und was macht Pippi, die „Gute-Laune-Bärin“? Lässt sich nicht runterziehen, sondern legt dem schlechte-Laune-Bär eine Luftschlange um den Hals und sagt: Einen schönen Abend wünsche ich Ihnen noch. Der schlechte-Laune-Bär tappst davon. Keine Reaktion. Nix, nada, niente! Und was macht Pippi dann ? Dreht sich mit ihren roten Zöpfen zu mir und lächelt: „Och, hat er mich wohl nicht gehört! 
Meine Pippi Langstrumpf, denke ich: Malt sich die Welt so, dass sie uns gefällt. Das gefällt mir!

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Gestatten, Moritz Freiherr Knigge

Ich helfe Menschen in Städten, Verbänden und Unternehmen, mehr miteinander zu erreichen. Aufgewachsen auf Rittergut Bredenbeck wie mein Urahn Adolph Freiherr Knigge habe ich eins gelernt: ohne Handkuss kommt man gut durchs Leben. Ohne offene Arme nicht. Heute besuche ich Deutschland, Österreich und die Schweiz als Mentor und Keynote Speaker. Mein Motto: „Wertschätzung ist Wertschöpfung.“ Wann darf ich für Sie mehr Miteinander erreichen?